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Fangen hier auch irgendwann die richtigen Vorlesungen an??

Die neue Woche startete ähnlich wie die Letzte. Keine Vorlesungen am Montag und Dienstag und auch Mittwoch vielen die Büro-Vorlesungen aus, weil der Prof auf Dienstreise war. Beim Sport lief es genauso, viel zu wenig Spieler fürs Volleyball, dafür war jetzt der neue Fitnessraum fertig, mit ein paar mehr Geräten als nur einem Fahrrad und einem Stepper
Das 'Highlight' am Mittwoch war dann der Termin für den ersten Polnisch-kurs. Wenn ich hier schon so viel Zeit verbringe, will ich wenigstens auch bisschen was verstehen können Aber wie schon so oft, war auch dieser erste Termin nur organisatorischer Natur... Fast alle Erasmus-Studenten waren da (ca. 60 Leute) und das passt natürlich nicht in einen Sprachkurs. Aber wir sollten uns in eine Liste eintragen und entscheiden, ob wir den Intensiv-kurs (2x pro Woche) oder den normalen Kurs (1x pro Woche) wählen. Wo ich schon mal hier bin, kann ich es auch richtig lernen, außerdem bin ich mit meinem Stundenplan ja nun auch nicht hoffnungslos überlastet Meine Wahl viel also auf den Intensiv-kurs.
Donnerstag dann das gleiche Spiel: der erste Termin für meinen Kurs Global Environmental Problems and Sustainable Development (Globale Umweltprobleme und nachhaltige Entwicklung) war auch nur, um den weiteren Ablaufplan des Kurses zu klären und um über unsere Prüfungsleistung zu sprechen (2 Präsentationen, keine schriftliche Prüfung ). Und dafür war ich extra zu um 8 in die Uni gefahren... Immerhin hatte der Tag doch etwas Gutes: die Techniker im Wohnheim haben es endlich auf die Reihe bekommen, meinen Laptop für das W-Lan im Wohnheim freizuschalten!!! Das hieß für mich, dass ich endlich mal mit meiner Familie skypen konnte
Nach eigentlich keiner richtigen Vorlesung in dieser Woche, stand Freitag gleich eine Prüfungsleistung auf dem Plan. Ich sollte eine Präsentation über Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz in Deutschland halten – aufgrund der Liebe der Deutschen zu Regeln und Gesetzen auch ein relativ umfangreiches Thema... Da der Prof am Ende jedoch ziemlich zufrieden war, hab ich das wohl ganz gut hinbekommen Also endlich: Wochenende!!!
Da zeigte sich mal wieder, dass die Essenszeiten verschiedener Länder stark variieren. Isela und ich waren fast schon fertig mit dem Abendessen, als unsere Nachbar-WG auf die Idee kam, Sushi essen zu gehen. Einige von ihnen hatten das noch nie probiert und wollten uns mitnehmen. Da auch Isela diese Erfahrung noch fehlte, schlossen wir uns an. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte Zunächst bekamen wir nur polnische Speisekarten – trotz der Bilder wirklich wenig informativ, wenn man nicht viel über Sushi weiß. Irgendwann bemerkte die Kellnerin, dass wir kein Polnisch sprachen und brachte uns, zu unserer großen Erleichterung, englische Speisekarten! Dennoch bestellten am Ende alle Sushi-neulinge das gleiche, um auf Nummer-sicher zu gehen. Bis auf Eine, waren sie alle begeistert von Sushi und wollen demnächst unbedingt nochmal in so ein Restaurant. Auch die Herausforderung mit den Stäbchen wurde größtenteils gut gemeistert

Danach ließen wir den Abend dann im Irish Pub ausklingen – Yeah, Guinness!!
Nach diesem aufregenden Freitag lief der Samstag ziemlich ruhig an. Gegen Mittag kam David in unserer WG vorbei und wir planten gemeinsam zu kochen. Mit Einkaufen, Kochen und Essen ging irgendwie auch fast der Rest des Samstags drauf. Dabei ist mir ein neues Fundstück im Supermarkt in die Hände gefallen. Ihr erinnert euch doch sicher alle an Gesichtswurst oder Teddybär-wurst. Tja, hier geht das ganze noch etwas weiter, hier gibt es sogar Bärchen-käse

Am Sonntag gab es dann mal wieder Kultur! Wir durften uns die Leopoldina der Universität Wrocław anschauen – ein großer Saal für feierliche Zeremonien der Uni, wunderschön und mit enorm vielen Details verziert!


Außerdem enthält das Gebäude eine Ausstellung über die Entwicklungsgeschichte aller Unis in Wrocław. Dazu zählt auch dieser glubschäugige Jaguar

Und vom Mathematik-turm (eigentlich wäre vmtl Astronomie-turm treffender) hatten wir einen schönen Blick über die Stadt.
Als ich auf dem Rückweg noch im Einkaufszentrum war, gab es dort grad eine kleine Ausstellung von Kunst mit Melonen und Kürbissen. Die Bilder will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten. Sieht echt toll aus, wie ich finde!!

23.10.15 14:06


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BBQ, Glühwein und Picasso

Zum Ende der Woche (8./9. Oktober) habe ich viel Zeit in der Uni verbracht. Nicht etwa, weil ich Vorlesungen hatte (obwohl, doch 1 immerhin ). Aber da mein Laptop sich immer noch geweigert hat, sich mit dem W-Lan im Wohnheim zu verbinden, musste ich für Recherchen und ähnliches immer in die Uni. Etwas nervig, aber immerhin eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Sogar am Samstag habe ich mich nicht allein gefühlt, weil es offenbar auch berufsbegleitende Studiengänge an der UP gibt.
Zum Mittag wollten dann einige Erasmus-Studenten nochmal ein BBQ machen. Eigentlich ganz praktisch, denn in dem kleinen Park zwischen unseren 2 Wohnheimen gibt es einen kleinen Grillplatz. Fix kaufte noch jeder was kleines zum Grillen und es wurden 1-2 Salate vorbereitet. Die Herausforderung bestand dann aber darin, dass wir keine Grillkohle hatten. Kein Problem dachten wir, denn das Internationale BBQ am letzten Wochenende hatte ja auch so funktioniert. Genug trockenes Holz lag auch herum, aber irgendwie wollte es uns einfach nicht so gelingen, wie es sollte... entweder es brannte zu stark oder die Hölzer glühten nicht mal... Nach ca. 1h des Probierens schickten wir dann doch jemanden los um Kohle zu kaufen und danach lief es dann auch wirklich gut :D Leider waren die Temperaturen nicht mehr ganz entsprechend und am Ende liefen alle halb-erfroren zurück in ihr Wohnheim – allerdings nur, um sich noch mehr warme Klamotten anzuziehen, denn am Abend war noch ein kleiner Ausflug in die Stadt geplant zur Light and Sound Show.
Das ganze ist ein Projekt von Studenten der Technischen Uni Wroclaw und findet wohl nur einmal im Jahr statt. Gegen kurz vor 7 standen wir dann auf einer der Inseln in der Oder und schauten auf ein beleuchtetes Haus am anderen Ufer. Als die Show um 7Uhr begann, wurden wir zunächst ordentlich eingenebelt. Dann aber startete eine beeindruckende Lasershow mit passender Musik und auch die Beleuchtung des Hauses wurde an die Musik angepasst. War echt cool, wenn auch leider schon nach ca. 20min vorbei.


Und was macht man als Student mit einem angebrochenen Samstag-abend? Genau, man geht in eine Bar :D Wir landeten in einer Bar in der Nähe des Marktplatzes in der wirklich ALLES 5PLN kostet (ca. 1,20€) - egal ob Kaffee, Tee, Bier, Wein, Wodka oder kleinere Gerichte. Wirklich günstig und glücklicherweise gab es auch den ersten Glühwein passend zu den frostigen Außentemperaturen
Auch Sonntag war es wichtig sich warm anzuziehen, denn es stand noch der 2. Teil der Stadtführung aus. Diesmal bekamen wir etwas wohl relativ Einzigartiges in Europa zu sehen: Auf einer Entfernung von max. 300m stehen in einem kleinen Viertel 4 'Tempel' mit 4 unterschiedlichen Konfessionen (Katholizismus, Protestantismus, Orthodoxie und Judentum) und können friedlich nebeneinander existieren, nachdem alle 4 eine sehr bewegende Geschichte hinter sich hatten.

Im weiteren Verlauf bekamen wir eines der ältesten (und wohl auch der teuersten) Hotels der Stadt zu sehen, in dem sogar schon Pablo Picasso gewohnt haben soll. In diesem Zusammenhang existieren einige Legenden um die Entstehung seiner Friedenstaube (bspw. hätte er sie auf eine Serviette des Hotels gemalt, oder auf ganz viele Zettel, die er dann in der Stadt verteilt hat – allerdings mit Tinte, die sich nach einiger Zeit auflöst).

Außerdem erfuhren wir, warum das Symbol Polens ein weißer Adler auf rotem Grund ist. Eine schöne Geschichte, die hier jetzt zu lang ist, die ich aber gern weiter erzähle, wenn sie gehört werden möchte
19.10.15 17:20


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