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Aufruhr in der Zwergenstadt Teil 2

Da bereits gestern nach MEHR verlangt wurde, kommt hier nun der nächste Bericht
Auch die nächsten beiden Tage habe ich mir von Sylwia einiges von der Stadt zeigen lassen. Montag waren wir im Zoo (der größte in Polen) und da sie wohl seit ihrem 6. Lebensjahr nicht mehr im Zoo gewesen ist, war es fast witziger, sie zu beobachten statt der Tiere Ihr haben definitiv die Schildkröten und Schmetterlinge am besten gefallen und auch das Streichelgehege :D Ich bin ja eher ein Fan von größeren Tieren und war ziemlich beeindruckt von einem schwarzen Adler, der wohl das Wahrzeichen von Niederschlesien – der Region um Wrocław, ist. So dicht habe ich bisher noch nie einen so großen Raubvogel gesehen!

Nachdem wir ca. 4h im Zoo verbracht hatten, zeigte mir Sylwia noch eine günstige, aber leckere Pizzaria nahe des Uni-Campuses. Ca. 3€ für eine 30cm-Pizza!! Lebensmittel sind in Polen wirklich nicht teuer!Dienstag hab ich sie überredet, mir das Fußballstadion zu zeigen, welches extra für die EM 2012 gebaut wurde Wir haben eine Führung mitgemacht, die zwar leider auf polnisch war, aber so musste meine Mentorin als Übersetzer fungieren. Schon ziemlich großes Stadion, in dem sogar ab und zu Hochzeiten stattfinden!

Danach waren wir am ziemlich orientalisch aussehenden Hauptbahnhof, haben viele der bunten Brücken in der Stadt überquert und sind auf dem Turm der Kathedrale von Wrocław gewesen (zum Glück mit Aufzug, der allerdings ziemlich wackelig und gruselig war...)

Heute (Mittwoch 30.09.) sollte ich endlich auch all die anderen Erasmus-Studenten kennen lernen! Um 10Uhr trafen wir uns vor einem der Wohnheime, um dann gemeinsam zur offiziellen Eröffnungsfeier zu gehen. Die war wirklich SEHR offiziell... Alle Professoren und sonstigen wichtigen Personen trugen eine Art Talar sowie eine Kopfbedeckung mit einem farbigen Punkt. Vermutlich stellte jede Farbe einen Fachbereich dar. Die Dekane und der Rektor trugen sogar rote Roben mit einer Art Hermelinfell, wie früher irgendwelche Könige!

Es gab einen feierlichen Einmarsch der Professoren und dann folgte eine ca. 30-minütige Vorstellung ALLER einzelnen Professoren! Im weiteren Verlauf wurden einige neue Studenten feierlich vereidigt (mussten sogar schwören, gute und fleißige Studenten zu sein!) und Absolventen prämiert. Zuletzt redet einer der Professoren über erneuerbare Energien (keine Ahnung, wo da der Zusammenhang war...). Natürlich sprachen alle auf Polnisch, sodass wir Erasmus-Studenten froh waren, als nach 2,5h endlich der feierliche Ausmarsch stattfand!! (einzige Lichtblicke der Zeremonie war der Chor der Uni, der wirklich schön singen kann)Im Anschluss gab es ein Willkommens-essen für uns, wo wir uns das erste Mal auch näher unterhalten konnten. Soweit ich mitbekam, gibt es nur 5 weitere deutsche Erasmus-Studenten (wir sind also insgesamt 3Mädels und 3Jungs aus D), dafür aber einige Spanier und Türken und viele andere Nationalitäten.
Nach dem Essen folgte noch ein Treffen mit unseren jeweiligen Koordinatoren. Meiner heißt Prof. Kabała. Er betreut ca. 20 Erasmus-Studenten, wovon der Großteil Jungs sind. Sie alle scheinen was in Richtung Natur und Umwelt zu studieren. Macht ja Sinn, schließlich ist die Uni spezialisiert auf Umwelt und Naturwissenschaft. Allerdings fühl ich mich hier schon wieder ein bisschen, wie auch an der HS in Bernburg. Wenn mich jemand fragt, was ich studiere, sind alle überrascht, dass es das an der Uni überhaupt gibt Meine Mitstudenten in Bernburg werden wissen, was ich meine
Jedenfalls hat uns Prof. Kabała nochmal daran erinnert, dass wir zwar unser Auslandssemester genießen sollen, wir aber auch zum Studieren hergekommen sind und am Ende eine gewisse Zahl an Credits vorweisen müssen. Der Ernst des Studentenlebens Er teilte uns auch die ersten Termine für einige Vorlesungen mit, den Rest sollten wir bei den entsprechenden Professoren selbst nachfragen. Die 3 deutschen Jungs sind übrigens auch in dieser Gruppe des Koordinators, allerdings wirken 2 von Ihnen auf mich ziemlich schnöselig und ich hoffe mal, dass ich nicht allzu viel mit ihnen zu tun haben muss Der 3. scheint eher ein ruhiger Vertreter zu sein und ähnelt ein kleines bisschen Mats Hummels :D

Am nächsten Tag folgte ein kleiner Marathon. Zunächst bekamen wir als Erasmus-Studenten eine Campusführung. Eigentlich teilt sich der Uni-Campus in 2 Teile. Auf dem einen Campus (Biskupin) befinden sich die 2 Wohnheime für die Erasmus-Studenten, die Sporthalle und noch 3-4 Lehrgebäude. Der andere Teil (Grunwaldski) ist ca. 5 Stationen mit der Straßenbahn entfernt und dort stehen die Verwaltungsgebäude, der Hauptteil der Lehrgebäude und noch 3-4 weitere Wohnheime für Studenten.
Nach der Campusführung ging es zum Stadtrundgang durch die Innenstadt. Hier erfuhr ich endlich den Sinn der Zwerge (war mal ein Symbol einer aufrührerischen Gruppe, die sich in den 70ern gegen den Sozialismus in Polen auflehnen wollte). Um die Jahrtausendwende haben einige Kunststudenten das Symbol aufgegriffen und begonnen einige passende Zwerge in Wrocław zu verteilen. Es hat mit 3 oder 4 begonnen und mittlerweile gibt es wohl über 300 Stück! Mal sehen, wie viele Zwerge ich während meiner Zeit hier finden kann Das hier ist jedenfalls der Papa-zwerg:

Ein Highlight auf dem Stadtrundgang war definitiv die Shot-bar, eine Bar in der es mind. 80 verschiedene Shots gibt, die auch noch künstlerisch vor den Gästen zubereitet werden! Muss ich unbedingt nochmal hin!! :D Am Ende der Stadtführung waren wir dann alle ziemlich geschafft, schließlich waren wir ganze 5h quer durch Wrocław gelaufen. Allerdings war es, zumindest für mich, ziemlich unterhaltsam, weil unsere Führerin von der Uni wirklich viele witzige Anekdoten erzählen konnte (bspw. welche Objekte in der Stadt am häufigsten entwendet werden: die Feder einer Schriftsteller-statue am Rathaus und das Florett der Fechter-statue an der Uni Wrocław).
8.10.15 09:10
 
Letzte Einträge: Aufruhr in der Zwergenstadt Teil 3, BBQ, Glühwein und Picasso, Fangen hier auch irgendwann die richtigen Vorlesungen an??, Und ich studiere hier doch!, Wroclaw Winter Weihnachtszeit


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